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V. Hohe Doppelrohrblattinstr. in der Kunstmusik

Da es aus dem Bereich der Militärmusik kein erhaltenes Repertoire für Doppelrohrblattinstrumente gibt, habe ich mich auf die Suche nach Musik gemacht, die aus der Zeit stammt, in der die Deutschen Schalmeien gebaut wurden. Ausgehend von Hans Oskar Kochs Arbeit «Sonderformen der Blasinstrumente in der deutschen Musik vom späten 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts» [1] habe ich die dort aufgelisteten Werke daraufhin untersucht, ob sie auf Deutschen Schalmeien ausgeführt werden können. Darüberhinaus konnte ich im Zuge meiner Recherchen die von Koch wiedergegebene Liste um einige Kompositionen ergänzen.

 

V. 1. Der thüringisch-sächsische Raum

Auffallend viel Musik für hohe Doppelrohrblattinstrumente gibt es aus dem mitteldeutschen Raum. Die handschriftlich überlieferten Kompositionen stammen aus den damals wichtigsten Musikaliensammlungen: Slg. Georg Österreich-Gottorf (die nach ihrem späteren Besitzer benannte Sammlung Bokemeyer), Slg. Gustaf Düben-Stockholm, Slg. Samuel Jacobi-Grimma, Slg. Strassburg-St.Thomas. [2] Bemerkenswert ist, dass in diesen Sammlungen vorwiegend die mitteldeutschen Komponisten Doppelrohrblattinstrumente in ihr Schaffen einbeziehen. Der Einsatz der Instrumente als Bläserchor in den früheren Werken deutet darauf hin, dass diese von Praetorius in seinem Syntagma Musicum beschriebene Tradition dort weitergeführt wurde. In späteren Werken wird mehr und mehr nach einem Paar von zwei Diskantinstrumenten verlangt. Der Gebrauch von Doppelrohrblattinstrumenten hängt thematisch meist mit Weihnachten oder Pfingsten zusammen. Die folgende Auflistung der Werke ist gleichzeitig ein Versuch, die Entwicklung der Instrumentie­rungen und der Instrumente daran aufzuzeigen und einzuordnen.
In der ersten Gruppe von Werken werden «Bombardi» verwendet, die vermutlich denen gleichen, die Praetorius beschreibt. Die Umfänge der Stimmen lassen auf Alt-, Tenor- und Bassinstrumente schliessen.

 

Knüpfer, Sebastian (1633-1676)
"Dies est laetitiae. [/] à 22. [/] 2 Violini. [/] 3 Viole. (5. â Rip. [später hinzugefügt]) [/] Fagotto. [/] 5 Clarini. (2 Clar. 3.Tromp. [später hinzugefügt]) [/] Timpani. [/] 4 Bombardi. (ò 3 Piffari e Fag. [später hinzugefügt]) [/] 2 Canti. [/] Alto. [/] 2 Tenori. [/] Basso. (4 Voci nel rip. [später hinzuge­fügt]) [/] e Continuo (à doppio. è partita vid. Ach mein herzliebes Jesulein [später hinzugefügt]) [/] del Sigr Knüpffer [/] Feria. Nat. Chri 1682./83/87/92/95/96/99/1719"
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1825_E_503

Bezeichnung Bombardo 1. Bombardo 2. Bomb. 3. Bombard: 4.
Schlüssel C 3 C 4 C 4 F 4
Umfang h-a’ c-f’ c-d’ C-a

In der Partitur bleibt die Zeile für den Bombardo 4 leer. Die Fagottstimme ist ein leeres Blatt. Zum Vergleich der beiden Fassungen siehe S. 36 und Kapitel VI. 1.

 

"Erstanden ist der heilige Christ a 18 et 23" (V:1, V:2, Vla.1.2.3.4., Fag:, bomb:, Clar:1, Clar:2, Trom.1, Tr:2, Tamb:, C:1, C:2, A, T:, B, BC)
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Mus. ms. 11780, existiert auch in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden, dort als bombardo piccolo bezeichnet [3]

Bezeichnung Bomb:
Schlüssel C 4 und C 3 für wenige Takte
Umfang c-a’

 

"O Benignissime Jesu etc. â 6. ô 10. [/] 2 Violini, overo Cornettini. [/] 1 Viola di gamba ô Bombard. [/] Alto. [/] Tenore. [/] Basso. [/] con Continuo â doppio. del Sigr Knüpffer. [/] Dominica 3. post Epiph. 1700./06."
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1825_E_513

Bezeichnung Viola di gamba ô Bombard, in Stimme: Trombone ô vero Viola di gamba.
Schlüssel C 4 und C 3
Umfang c-b’

 

"Vom Himmel hoch da komm ich her à 18. 24. ò 28.
Chorus Angelorum: 3 Violini [/] 3 Canti [/] 3 Violini in rip. [/] 3 Canti in rip.
Choro dei pastori: 3 Bombardi [/] 1 Alto [/] 1 Tenore [/] 1 Basso
Choro pieno: 2 Clarini [/] Timpani [/] Canto [/] Tenore [/] Alto [/] Basso
e Continuo (3plo Harpa. [später hinzugefügt]) [/] del Sigr Knüpffers.
[/] Fer. 1. Nat. 1682, 1684, 1698: duobus Orgg., 1722 [später hinzugefügt]"
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1825_E_520
Es existiert eine Edition von C. Theis.

Bezeichnung Bombardo 1o: Bombardo 2o: Bombardo 3o:
Schlüssel C 3 C 4 F 4
Umfang g-h’ d-f’ C-c’

 

"Wohl dem, der in der Gottesfurcht steht" (Violin.1.2., Viola.1.2.3., Fag., Cornett.1.2., Trom­bon.1.2.3., Bombardo., Cant.1., Cant.2., Alt., T., Bass., Cont.)
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Mus. ms. 11780

Bezeichnung Bombardo.
Schlüssel C 4
Umfang c-g’

 

Lemle, Sebastian
"Veni Sancte Spiritus, reple ... Kom heiliger Geist Herre Gott. 21 v. in 4 choris."
21 St. in fol. - Ch.I: C., Vl.1.2. Vla. Vlo. - Ch.II: Crn., C. A. T., B. (voce et Fag.). - Ch.III: Crn., C., A. (Voce, Bombardo piccolo o Trb. piccolo), T., B. (Voce et Bombardo). - Ch.IV: C., A. Trb., T.1. (Voce), T.2.3. B. (Trb.). - B.c. - B.c. pro Thiorba. - 2 B.c. pro Thiorba ad ch.I. - Part. pro Directore Chori. (2 Systeme im Bass-Schlüssel.) - Part. in Tab. - 2 Tab. 3v. - 2 Tab. 2v. - 1632. 27. April.
Systema über ch.I-IV.
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, ehemals Stadtbibliothek Breslau, Manuskript 166. 35., Angaben nach Bohn [4]

 

Schein, Johann Hermann (1586-1630)
"Hosianna dem Sohne David" aus: OPELLA NOVA, Ander Theil [/] Geistlicher Concerten [...] M.DC.XXVI.
Canto I voce, Canto II voce, Tenore I Bombardon, Tenore II Bombardon, Basso I Voce, Basso II Bombardon, Basso Continuo
Edition: Bärenreiter-Verlag, Kassel 1986

Bezeichnung Bombardon I Bombardon II Bombardon III
Schlüssel C 4 C 4 F 4
Umfang d-e’ d-e’ D-a

 

Valentini, Giovanni (1582c-1649)
"Cantate gentes in conspectu regis, 1663
Cantate gentes â 7 voc: con [/] 7 Instrum: & Basso continuo. [/] Signor Giovan Valent:"
Besetzung: Canto 1mo, Canto 2do in Conc:, Alto, Tenore 1mo, Tenore 2do, Basso 1mo, Basso 2do, Violetta, Cornetto 1mo, Cornetto 2do, Piffaro ô Cornetto 3tio, Alto. Trombone ô Violetta 1mo, Viola ô Trombone 2do, Basso Trombone, Organo
Quelle: Uppsala University Library, Vmhs (Vocal Music in Manuscript) 066:015

Bezeichnung Piffaro
Schlüssel C 3
Umfang g-a’

In Übereinstimmung mit Praetorius’ oben erwähnter Tabelle (siehe S. 16), werden die Alt-, Tenor- und Basspommern als Bombardo piccolo, Bombardo oder Bombardon bezeichnet. Die einzige Ausnahme stellt der Piffaro bei Valentini dar, der aufgrund des Stimmumfangs einem Altpommer gleichzusetzen ist. Bei der folgenden Handschrift aus der Stadtbibliothek Breslau – heute als Teil der Sammlung Bohn in der Staatsbibliothek Berlin – findet sich die Bezeichnung «Piffaro» wie bei Praetorius für Diskantinstrumente. [5]

 

Schein, Johann Hermann
"Der Herr ist mein Hirt, mir wird nichts mangeln."
Ch.I.: Soprano 1 Piffaro ò Cornetto e Voce, Soprano 2 Piffaro ò Cornetto e Voce, Bassetto Bombar­don e Voce - Ch.II.: Canto Violino e Voce, Alto Viola e Voce, Tenore Viola e Voce, Basso Violone e Voce (Vl. e Voci). - Ch.III.: Canto Bombardino e Voce, Alto Bombardon e Voce, Tenore Bombar­don e Voce, Basso Bombardon e Voce - B.c.
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Ms. mus. 200b/2, Slg. Bohn
Literatur: Bohn [6], Wiermann [7]

Bezeichnung Piffaro (2mal) Bombardino Bombardon (4mal)
Schlüssel G 2/C 1 C 3 C 4 (3mal)/ F 4
Umfang a’-a’’/(a)d’-f’’ (g)d’-a’* c-d’(f’)*/d-f’/d-e’/C-a

*: Die mit * gekennzeichneten Stimmen laufen nur in der Sinfonia eigenständig, danach ist immer Voce oder Capella angemerkt.
(): Diese Töne werden nur verlangt, wenn auch «Voce» oder «Capella» angemerkt ist.

Die genaue Tonlage der Piffari sowie des Bombardinos bei «Der Herr ist mein Hirt» lässt sich auf­grund der Umfänge leider nicht eindeutig feststellen, da die Extremtöne nur an Stellen vorkommen, wo auch die Möglichkeit bestünde, dass die Piffaro- bzw. Bombardino-Stimme entweder ganz von einer Gesangsstimme übernommen oder zumindest von einer solchen verdoppelt wird. An diesen Stellen finden sich die Anmerkungen «Voce» oder «Capella». Die Schlüsselung C 3 lässt jedoch vermuten, dass es sich bei dem Bombardino um einen Altpommer handelt, der an den Tutti-Stellen die Singstimme verdoppeln könnte. Bombardon meint bei Schein sowohl Tenor- als auch Basspommer.

Im Laufe des 17. Jahrhunderts lässt sich nun allgemein eine Entwicklung des «Bombardo» zum Diskantinstrument erkennen. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass an die Stelle der Schalmei – bisher als Piffaro bezeichnet – ein neues Instrument tritt: der Diskantpommer – Bombardo oder Bombardino genannt. Ein interessantes Beispiel dafür ist Sebastian Knüpfers «Machet die Thore weit». Hier findet sich die Bezeichnung «Cornetto (o Bombardo).». Mit Bombardo ist also, im Gegensatz zu den zuvor erwähnten Werken Knüpfers, eindeutig ein Diskantinstrument gemeint.

Der Umfang der Bombardo-Stimmen in «Machet die Thore weit» (d’-h’’) lässt den Gebrauch einer Renaissanceschalmei in d’ nicht ausschliessen. Dass es sich bei diesem Bombardo allerdings doch um einen neu in Mode gekommenen Diskantpommer in c’ handeln könnte, lässt das vermehrte Auftreten von Stücken für Bombardini und Schalmeyen in den Jahren 1675 und 1676 im Leipziger Raum vermuten. Diese verlangen teilweise einen sehr grossen Umfang (c’-c’’’), der wiederum die technischen Möglichkeiten der Renaissanceschalmei übersteigt. Die Leipziger Kirchen lassen zudem 1671 zwei neue Oktavpommern anfertigen. [8] Knüpfer könnte also für diese zwei Diskantpommern noch bis ins Jahr 1676 komponiert haben. Die Stimmung dieses Instrumentes liegt vermutlich eine Oktave über dem von Knüpfer üblicherweise als Bombardo bezeichneten Tenorpommer mit dem Umfang c-a’.

 

Buttstett, Johann Heinrich (1666-1727)
"Gottes Güte lasst uns preisen"
Bei der Bass-Arie «Gott du hast uns bisher ernähret» steht in der Orgeltabulatur «Bombardino vel Flauto» Die beiden Oberstimmen laufen konsequent in Sexten. Umfänge: a’-a’’, fis’-f’’
Quelle: Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar, Thüringisches Landesmusikarchiv: GF 120/Bu 04

 

Horn, Johann Caspar (c1630-c1685)
"Parergon Musicum ... bestehand in allerhand lustigen Intraden, Gagliarden, Couranten, Balletten, Sarabanden, Chiquen, &c ... mit zwey Chören auff Violen, Cornetten, Schalmeyen, Flöten &c. nach Belieben in 5.7.10.11 und 12. Stimmen ... auffgesetzt und... in diesem sechsten Theil zusam­men getragen" (Leipzig 1676)
Literatur: RISM, Einzeldrucke vor 1800, Bd. 4, S. 425-426.

 

Knüpfer, Sebastian
"Machet die Thore weit à 16 ò 21, «Dom. 2. Adv. 1692»", komponiert vor 1676
Cornetto I (o Bombardo)., Cornetto II (o Bombardo)., Trombone I. II. III., Violino I.II., Viola I.II.III.IV., Canto I.II., Alto., Tenore., Basso., Organo.
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden
Edition: DDT I, Bd. 58/59 [9]

Bezeichnung Bombardo I Bombardo II
Schlüssel G 2 G 2
Umfang d’-h’’ d’-h’’

 

Krieger, Johann (1652-1735)
"Ihr Hirten, verlasset die finstere Weide."
- Aria auf Weihnachten. a4. C. 2 Hautb. Fag.
Chorbibliothek der Michaelisschule in Lüneburg, Inv. 1099 [10]
- Weyhnacht=Andacht./Sopr. 2. Schalmey è Fagotto.
Neue Musikalische Ergetzlichkeit, Zittau 1684 [11]
Die verschiedenen Angaben, die ich zu dieser Weihnachtskantate finden konnte, lassen sich vielleicht auf einen späteren Aufführungstermin in Weissenfels zurückführen, bei dem die im Originaldruck ausdrücklich erwähnten Schalmeyen durch Oboen ersetzt wurden. Johann Philipp Krieger stand am Weissenfelser Hof ab 1695 eine Hautboistenbande zur Verfügung. [12]

Bezeichnung Schallmey 1. Schalmey 2.
Schlüssel G 2 G 2
Umfang fis’-a’’ d’-f’’

 

"Wohl dem Volk, das jauchzen kann. a 20. 4 voc. Conc. 4 voc. Rip. Tromb. Schalmei. Cornet. Fag. 8 Instr." (Weihn. 88) (verschollen) [13]

 

Pezel, Johann Cristoph (1639-1694)
"Bicinia Variorum Instrumentorum ut à. 2. Violinis, Cornet. Flautinis. Clarinis. Clarino. et Fagotto. accessit Appendix à. 2. Bombardinis vulgo Schalmeÿen et Fagotto." (Leipzig 1675)
Literatur: RISM, Einzeldrucke vor 1800, Band 6, S. 461

Bezeichnung Bombardino primo. Bombardino secundo.
Schlüssel G 2 G 2
Umfang c’-c’’’ c’-a’’


In Knüpfers oben schon angeführtem Werk «Dies est laetitiae» findet sich auf dem Deckblatt ne­ben der ursprünglichen Besetzung «4 Bombardi.» der später hinzugefügte Vermerk «ò 3 Piffari e Fag.». Dies ist seit Scheins «Der Herr ist mein Hirt» der erste Beleg für die Benutzung von Piffari im mitteldeutschen Raum. Ob es sich dabei um einen anderen Instrumententyp handelt als bei den Bombardi in «Machet die Thore weit», lässt sich leider nicht eindeutig beantworten. Koch vermutet, dass sich der Übergang vom Bombardo zum Piffaro (er spricht an dieser Stelle von der Deutschen Schalmei) um etwa 1680 vollzogen hat. [14]
Vermutlich die gleichen Instrumente wie in Knüpfers «Dies est laetitiae» verlangen die Kompo­sitionen von Christian Lieben (oder Liebe), Christian Andreas Schulze und Friedrich Wilhelm Zachow. [15] Besonders interessant ist, dass alle drei Komponisten in verschiedenen Werken sowohl Piffari als auch Hautbois einsetzen. Die Piffari sind jeweils in der gleichen Tonhöhe wie alle anderen Instrumente notiert, die Hautbois hingegen eine kleine Terz höher.

 

Knüpfer, Sebastian
"Dies est laetitiae" (für die genaue Bezeichnung siehe S. 30)
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1825_E_503

Bezeichnung Piff. 1. Piffar. 2. Piffar. 3zo Fagotto
Schlüssel G 2 G 2 G 2 leeres Blatt
Umfang h’-a’’ g’-b’’ c’-d’’  

Die Piffaro-Stimmen stehen eine Oktave höher als die Bombardo-Stimmen. Zum Vergleich der beiden Fassungen siehe Kapitel VI. 1.

 

Lieben, Christian (1654-1708)
"Komm heÿliger Geist"
Piffaro 1, Piffaro 2, [Tenore], [Basso], [Basso continuo]
Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Mus. ms. 30222
siehe Edition im Kapitel VI. 2

Bezeichnung Piffaro 1. Piffaro 2.
Schlüssel G 2 G 2
Umfang c’-c’’’ c’-c’’’

"Seÿ nun wieder zufrieden [/] à 13. [/] C.C.A.T.B. [/] 2 Violinis. 2 Piffar. 2 Cornett. [in den Stim­men Cornettino] 1 fagott. 1 Violon. [/] et [/] Basso continuo. [/] Aut. Christian Liebe."
Quelle: Collegium Wilhelmitanum, Strasbourg, 17mms112

Bezeichnung Piffaro 1. Piffaro. 2
Schlüssel G 2 G 2
Umfang g’-c’’’ g’-h’’

 

Schulze, Christian Andreas (c1660-1699)
"Durchgeistert ist der Sinn uns Hirten" für 2 S, A, T, B, 5 à rip., 5 Va., Fg., 4 Schalmeien, Pk. und Bc.
verschollen, 1683 bei den Erbhuldigungsfeiern in Meissen von Schulze als «Nacht-Music» aufge­führt und wohl auch selbst komponiert
Literatur: Peter Wollny [16]

 

"HISTORIA [/] RESURRECTIONIS [/] Domini nostri [/] JESU CHRISTI [/] Secundum Quatu­or Evangelistas [/] à 14./8. Voci. (?) [/] e Continuo [/] Composita [/] â [/] Christiano Andreâ Schulze [/] Cantore Misenensi [/] Ao1686. [/] Descripta côdem anno [/] à [/] JS [ineinander verschlungene Initialen] [/] Fer 1. Pasch. 1691. dimid. Rer. rep. [/] Fer. 1 Pasch. 1699. Chr. Aug. [=Chr.A.Jacobi] partes egit Evangelista. [/] Fer. 3 Resid. Chorij oppid. ex Schulzii Compos.
Evangelista, Canto 1o., Canto 2o., Alto., Tenore., Basso., Canto 1o Cap., Canto 2o Cap., Alto Cap., Tenore Cap., Basso Cap., Violino 1o., Violino 2o., Viola ò Trombone 1o., Viola ò Trombone 2o., Fagotto. [über Violone hinzugefügt] Violone ò Trombone grosso., Organo., Piffaro 1o., Piffaro 2o."
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1696_E_511

Bezeichnung Piffaro 1o Piffaro 2o
Schlüssel G 2 G 2
Umfang c’-c’’’ c’-a’’

 

"Laetatus sum (Psalmus CXXII.) [/] à 12, 17 ò 19. [/] 2 Piffari. [/] 3 Tromboni. [/] 2 Violini. [/] 3 Viole. [/] 2 Canti. [/] Alto. [/] Tenore. [/] Basso 5 à Rip. [/] e [/] Continuo à doppio. [/] di [/] CAS [/] Dominica 1. post Epiph. 1700."
Auf dem zweiten Deckblatt: "Natal. Scholae d. 14. Sept. 1688. in templo. [/] item, 1691."
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1696_E_507

Bezeichnung Piffaro 1o Piffaro 2o
Schlüssel G 2 G 2
Umfang g’-c’’’ g’-c’’’

Nach etwa einem Drittel des Stückes steht «Cornetto» unter beiden Stimmen. Ab dort kommen auch chromatische Töne wie dis’’, gis’’ und b’’ vor.

 

"Veni Sancte Spiritus [/] à 20. vel 14. [/] C.C.A.T.T.B. et tot in Ripieno.[/] 2 Violinis. 2 Violis. 2 Piffaris. 1 Tambour. 1 fagott. [/] et [/] Basso Continuo. [/] aut. Christiano. Andrea Schultzen."
Quelle: Collegium Wilhelmitanum, Strasbourg, 17mms41

Bezeichnung Piffaro 1. Piffaro 2.
Schlüssel G 2 G 2
Umfang g’-a’’ g’-g’’

 

"Seyd böse ihr Völcker [/] à 21. ò 24. [/] 2 Violini [/] 2 Viole [/] Fagotto. [/] 2 Piffari [/] Tamburi. [/] 3 Tromboni. [/] Coro 1o.: 2 Canti [/] Alto [/] Tenore [/] Basso. [/] Coro 2o.: C.C.A.T.B. [/] A.T.B. Rip. [/] con [/] Continuo à doppio [/] di [/] CAS [/] Fer.3. Nativit. 1686. [/] Dom. p. [unleserlich] 1691 [/] Die 3. Regg. 1702. [/] Fer.1. Nat. 1721 [/] Fer.3. Nat. 1724 [unleserlich]"
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_1696_E_502

Bezeichnung Piffaro 1o Piffaro 2o
Schlüssel G 2 G 2
Umfang g’-a’’ g’-a’’

Die Bezeichnungen «Piffari» und «Con Fiauti» wechseln mehrmals ab. Bei «Con Fiauti» geht die erste Stimme auch bis h’’.

 

Zachow, Friedrich Wilhelm (1663-1712)
"Ad festa Annunti [/] ationis et Visitat.[ionis Mariae] [/] Stehe auff meine Freundin [/] â 13. ô 19. [/] 2 Piffari. [/] 2 Violini. [/] 2 Viole. [/] Fagotto. [/] 2 Canti. [/] 2 Alti. [/] Tenore. [/] Basso. 6 in Rip. [/] con [/] Continuo a doppio. [/] di [/] Z [/] Festo Visit. Mar. 1698, 1703, 1705, 1720, Festo Annunc. 1734"
Quelle: Sächsische Landesbibliothek Dresden, Mus_2_E_570

Bezeichnung Piffaro 1o Piffaro 2do
Schlüssel G 2 G 2
Umfang c’’-a’’ g’-g’’

 

Zusammenfassend: Ob die Deutsche Schalmei – wie Koch behauptet [17] – tatsächlich das Instru­ment ist, das erstmals in Sebastian Knüpfers «Dies est Laetitiae» als Piffaro bezeichnet wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Dass es sich bei den Piffari um Doppelrohrblattinstrumente und nicht um Querflöten handelt, legt die Tatsache nahe, dass sie als Ersatz für die einst vorgesehenen Bombardi stehen und von einem Fagott als Bassinstrument begleitet werden. Die Art der Musik und der Umfang der Stimmen eignet sich aber nicht für die Renaissanceschalmei, wie sie Praetorius beschreibt. Dass es sich um französische Oboen handelt, ist auszuschliessen, da in den Werken Lie­bens, Schulzes und Zachows sowohl Piffari als auch Hautbois zu finden sind, die drei Komponisten also klar zwischen diesen beiden Instrumenten unterscheiden. Diese Werke sind also weder für die Renaissanceschalmei noch für die Barockoboe geschrieben.
Unter den oft grossbesetzten Werken, bei denen die Piffari mitwirken, springt eines durch seine fast solistische Besetzung ins Auge: Christian Liebens «Komm heÿliger Geist» (siehe Edition im Kapitel VI. 2). Durch den grossen Umfang der Piffaro-Stimmen gibt es uns einen Eindruck davon, was die technischen Möglichkeiten dieser Instrumente sind, und schränkt auch die Wahrscheinlichkeit einer Transposition weitgehend ein. Dadurch erhalten wir wichtige Informationen zur möglichen Stimmtonhöhe der sogenannten Piffari.
Die Deutsche Schalmei könnte die technischen Schwierigkeiten meistern, die in den mit «Piffaro» bezeichneten Stimmen aus dem thüringisch-sächsischen Raum gefordert werden, und sich auch klanglich ins Ensemble einfügen. Allerdings müsste sie in diesen Stücken transponierend gespielt werden (d. h. bei notiertem C-Dur wird D-Dur gegriffen), da viele Partien ein c’ verlangen. Dass diese Transpostion im militärischen Umfeld durchaus gerechtfertigt werden kann, wurde bereits im Kapitel I. 2 diskutiert. In der mitteldeutschen Musik findet sich diese Transpostition allerdings in keinem anderen Zusammenhang als mit den Piffari.
Eine zweite Möglichkeit wäre der Einsatz eines Diskantpommers, wie er heute nur in zwei Exem­plaren in den Museen in Berlin und Leipzig erhalten ist und der eventuell den oben erwähnten Leipziger Oktavpommern von 1671 entsprechen könnte. Leider konnte ich nur Kopien dieser Inst­rumente ausprobieren. Diese spielen bei sechs geschlossenen Grifflöchern und geschlossener Klappe für das siebte Loch ein c’ bei einem Stimmton von a’ = ca. 465 Hz. Sie weisen eine der Deutschen Schalmei ähnliche, enge Bohrung auf und klingen deutlich leiser als eine Renaissanceschalmei. Sie spielen relativ mühelos bis zum c’’’, wie es manche Piffaro-Stimme verlangt.
Eine Weiterentwicklung dieses Diskantpommers – und damit ein dritter Lösungsvorschlag – stellt in meinen Augen die heute in Frankfurt aufbewahrte «Oboe» von Denner dar. [18] Das Instrument ist zweiteilig mit einem weit ausladenden Schallbecher ohne Innenrand. Es besitzt keine Doppellöcher und nur eine zweiflügelige Klappe für c’. Die engste Stelle der Bohrung (6,5 mm), die Wandstärke, die Grösse der Grifflöcher und das Spielgefühl sind einer Barockoboe viel ähnlicher als einer Schalmei. Mit meinen Barockoboenrohren spielt sie hervorragend in ca. 465 Hz. Ein solches Instrument wurde höchstwahrscheinlich zum Gebrauch mit anderen hochgestimmten Instrumenten des Frankfurter Pfeifergerichtes gebaut. [19]
Vielleicht haben Lieben, Schulze und Zachow mit der Bezeichnung «Hautbois» also ein Instrument im französischen Kammerton gemeint, während «Piffaro» ein deutsches Instrument im Chorton ist, das sich in Klang, Spiel- und Bauweise vielleicht kaum noch von der französischen Oboe unterscheidet.


Sollte die Schalmei, die laut Talbot ausdrücklich in der sächsischen Armee gespielt wurde, also nie in der Kirchenmusik Verwendung gefunden haben?
Einen Hinweis darauf, dass im 17. Jahrhundert zwischen Militär- und Kunstinstrumenten unterschieden wurde, ergibt ein Vergleich mit den Niederlanden. Dort gibt es neben den «Velt-Schalmeyen» einen weiteren Instrumententypus, der vermutlich in der Kirchenmusik eingesetzt wurde. Von dieser Art Oboe mit kurzem Schallbecher und rechteckigem Klappenschutz ist nur ein einziges Instrument von Haka erhalten. Allerdings finden sich Abbildungen davon auf der Orgel der Westerkerk in Amsterdam [20], auf einem Notendruck von Henrico Anders21 und auf einer Tradecard von Rÿkel (siehe Abbildung auf S. 22). Der Gebrauch eines Militärinstruments in der Kirche ist al­lerdings nicht auszuschliessen, hielt doch zu dieser Zeit auch die Trompete Einzug in die kirchliche Figuralmusik. Und umgekehrt fand auch die für die Kunstmusik entwickelte französische Oboe Verwendung im militärischen Bereich (Hautboistenbanden).

 

V. 2. Der österreichisch-süddeutsche Raum

 
Biber, Heinrich Ignaz Franz (1644-1704)

"Requiem à 15"
Piffaro 1: C 1 cis’-a’’
Piffaro 2: C 1 cis’-fis’’
in den Einzelstimmen als «Hautbois» bezeichnet
Literatur/Edition: Werner Jaksch [22]

Draghi, Antonio (c1635-1700)
«La chioma die Berenice», Wien 1695
Ritornell für Laute, 3 Piffari und Basso Continuo
Schlüssel: G 2, G 2, C 3
Literatur: Max Neuhaus [23]

 

Kaiser Leopold I (1640-1705)
«Der thoreichte Schäffer», Wien 1683
Besetzungsangabe «Schalmey» [24]

 

Rittler, Philipp Jacob (c1637-1690)
"Per i Piffari / Aria Villanesca à 9 / 1Violino / 3 Viole / 1 Fagotto / 3 Piffari / 1 Cembalo ô Violone"
Quelle: Umelecko-historicke muzeum Kromeriz (Cz) A 843 [25]
Piffaro 1mo: G 2 a’-b’’
Piffaro 2do: C 1 f’-d’’
Piffaro 3tio: C 3 a-b’

 

Schmelzer, Johann Heinrich (1623-1680)
"Aria di salvatici e ninfe
ch.1: Piffaro 1.2.3., Fagotto., ch.2: Violino 1.2., Viola 1.2., Violone con Organo.
Aria di tutti
ch.1: Piffaro 1.2.3., Fagotto., ch.2: Cornetto muto 1.2., Trombone 1.2.3., ch.3: Violino 1.2., Viola 1.2., Violone con Organo."
aus: Baletto de centauri, ninfe et salvatici per la festa a Schönbrunn.
Edition: DTÖ, Jg. 28/2, Band 56 [26]


"Sonata Natalitia a 3 chori
Choro primo: 5 Viol radoppiati
Choro secondo: 3 Piffari et 1 Fagotto
Choro tertio: 2 Flauti et 3 Tromboni
Organo"
Quelle: Österreichische Nationalbibliothek Wien [27]

 

Steffani, Agostino (1654-1728)
"6 Scherzi dell’ Abbate Steffani
Spezza Amor: Canto solo, 1 Piffero, 1 Fagotto.
Hai finito: Canto solo con 2 Pifferi."
Quelle: Modena, Biblioteca Estense, Ms. F. 1102
Literatur: 6 Scherzi DTB, Jg. 6, Bd. 2, S. 15 und 16 [28]
Edition: Colin Timms [29]


"Alarico il Baltha", München 1687
Piffero 1: G 2 c’’-a’’
Piffero 2: G 2 g’-f’’
Edition: DTB, Jg. 11, Bd. 2 [30]


"Niobe", München 1688
Piffero 1: G 2 g’-b’’
Piffero 2: G 2 g’-g’’
Edition: DTB, Jg. 12, Bd. 2 [31]

In den Münchner Opern benutzt Steffani fast ausschliesslich Pifferi. Die einzige Ausnahme hierzu ist eine Arie in Alarico, die in der Schweriner Abschrift mit Hautbois, in der Wiener Abschrift jedoch mit Flauti überschrieben ist. [32] In seinen späteren, in Hannover (1689-1696), Hamburg (1695), Lübeck (1699) und Düsseldorf (1707 und 1709) aufgeführten Opern kommen hingegen nur Hautbois, keine Pifferi vor. [33]

 

Vejvanovsky, Pavel Josef (1633-1693)
"Balletti : per il carnuale / violino: / 2 Violae / 2 Trombae / 3: Schalamiae ô Piffarae / Fagotto / Violone / Cimbalo. / Componimento dal Paulo Weivanovski / Trombetta da Sua Exell[en]za Vescovo / da Olmütz nel 1688."
Quelle: Zamecky archiv v Kromerizi, XVI 165


"Intrada con altre Ariae. / 4. Viol: redopiate / 3: Piffari / 2 Clarini: / Con Violone et Organo: / a Paulo Weÿwanowsky Tubicine / Campestri A 1679. in Februario / Viscoviae Compositum."
Literatur: Craig A. Otto [34]


Es existieren ausserdem etliche Werke für Violino piffaro (auch piffero), Violino piffarato (pifferato) oder Violino di piffaro, die ich nicht in mein Verzeichnis aufgenommen habe. [35] Laut Markus Spielmanns Artikel « ‹Violino Pifferato› und ‹Viola di Fagotto› » [36] tauchen die oben genannten Begriffe und ihre lateinischen Gegenstücke Fidicula hubaistica oder Fidicula Schalamaru[m] zwischen 1670 und 1750 in verschiedenen Inventarlisten im süddeutsch-österreichischen Raum auf. Für Instrumente tieferer Register findet sich u. a. die Bezeichnung «Viola di Fagotto». Spielmann zitiert aus Daniel Speers Vierfachem Musicalischen Kleeblatt:

  • «Es werden auch theils Brazen=Saiten mit silber- oder küpffernem zarten Draht von den Knoepffmachern uebersponnen / welche Saiten hernach im Streichen gleichsam schnurren / und werden solche Violen / um dieser schnurrenden Saiten halben / Violae di Fagotto titulirt.» [37]

Daraus folgert Spielmann, dass es sich beim «Violino Pifferato» um eine Geige mit metallumsponnenen Saiten handelt.

 

Zusammenfassend: Im Gegensatz zu den im mitteldeutschen Raum als Piffari bezeichneten Instrumenten, können die Piffari aus dem österreichisch-süddeutschen Raum eher mit den erhaltenen Deutschen Schalmeien in Verbindung gebracht werden, wie z. B. mit den Instrumenten von Walch aus Berchtesgaden oder der anonymen Schalmei aus Stift Kremsmünster (derzeit im Oberösterreichischen Landesmuseum Linz) [38]. Im Gegensatz zu Nord- und Mitteldeutschland, wo es sehr früh die ersten Zeugnisse französischer Oboen gibt, behielten diese Instrumente hier eventuell länger ihren Platz in der Musik.
Die Unterscheidung von Pifferi und Hautbois in Agostino Steffanis Opern bestätigt diese Vermutung. Die in München aufgeführten Opern sind mit Pifferi besetzt, während in Opern aus Hannover, Hamburg, Lübeck und Düsseldorf Hautbois vorgeschrieben sind. Ob es sich hier tatsächlich um verschiedene Instrumententypen oder nur um unterschiedliche Sprachgepflogenheiten handelt, bedürfte einer umfassenderen Untersuchung.


[1] Koch, Hans Oskar: Sonderformen der Blasinstrumente.
[2] Krummacher, Friedhelm: Die Überlieferung der Choralbearbeitungen in der frühen evangelischen Kantate, Berlin 1965.
[3] Krummacher, Friedhelm: Die Überlieferung der Choralbearbeitungen in der frühen evangelischen Kantate, S. 524
[4] Bohn, Emil: Die musikalischen Handschriften des XVI. und XVII. Jahrhunderts in der Stadtbibliothek zu Breslau, Breslau 1890, S. 152.
[5] Bei dem Werk «Anima mea liquefacta est» für 2 T., 2 Piffari o Cornettini., B.c. (Bohn, S. 90) ist entgegen Bohns Angaben auf mehreren Manuskriptseiten deutlich «Fiffari» (und nie «Piffari») vermerkt. Die Schlüsselung C 1 und der Umfang a-es’’ wären für Piffari untypisch.
[6] Bohn, Emil: Die musikalischen Handschriften [...] zu Breslau, S. 171.
[7] Wiermann, Barbara: Die Entwicklung vokal-instrumentalen Komponierens im protestantischen Deutschland bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts, Göttingen 2005.
[8] siehe hierzu Kapitel IV, S. 26.
[9] Schering, Arnold: Ausgewählte Kirchenkantaten, in: DDT I, Bd. 58/59, Leipzig 1918 und 1927.
[10] Seiffert, Max: Johann Krieger, Verzeichnis seiner von seinem Bruder Philipp in Weissenfels 1684-1725 aufgeführten, sowie sonst in Bibliotheken erhaltenen kirchlichen und weltlichen Vokalwerke, Leipzig 1919, S. 12.
[11] Kopie eines Originaldrucks.
[12] Seiffert, Max: «Johann Philipp Krieger: 21 ausgewählte Kirchenkompositionen», in: DDT I, Bd. 53/54, Leipzig 1916, S. 14.
[13] Seiffert, Max: Johann Krieger, Verzeichnis seiner [...] Vokalwerke, S. 22.
[14] Koch, Hans Oskar: Sonderformen der Blasinstrumente, S. 90.
[15] Seiffert, Max: «Gesammelte Werke von Friedrich Wilhelm Zachow», in: DDT I, Bd. 21/22, Leipzig 1905.
[16] Wollny, Peter: Artikel «Schulze» in: MGG2, Personenteil Band 15, 2006, Sp. 251-252.
[17] Koch, Hans Oskar: Sonderformen der Blasinstrumente.
[18] Epstein, Peter: Katalog der Musikinstrumente im Historischen Museum der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1927, S. 27.
[19] Epstein, Peter: Katalog der Musikinstrumente, S. 27.
[20] Abbildung in Haynes, Bruce: «Sweeter than Hautbois», in: JAMIS 26, 2000, S. 68.
[21] Anders, Henrico (1657-1714): Trioos, Allemande, Courante, Sarbande, Gighe &c. – Abbildung der Titelseite in Haynes, Bruce: The eloquent oboe, S. 154.
[22] Jaksch, Werner: «H.J.F. Biber, Requiem à 15. Untersuchungen zur höfischen, liturgischen und musikalischen Topik einer barocken Totenmesse», in: Beiträge zur Musikforschung, Band 5, München-Salzburg 1977.
[23] Neuhaus, Max: «Antonio Draghi», in: Studien zur Musikwissenschaft (=Beihefte der Denkmäler der Tonkunst in Österreich), Heft 1, Wien 1913, S. 132 ff.
[24] Koch, Hans Oskar: Sonderformen der Blasinstrumente, S. 87.
[25] Koch, Hans Oskar: Sonderformen der Blasinstrumente, S. 231.
[26] Nettl, Paul: «Wiener Tanzmusik in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts», in: DTÖ, Jg. 28/2, Bd. 56, Graz 1960.
[27] Koch, Hans Oskar: Sonderformen der Blasinstrumente, S. 87.
[28] Einstein, A. und Sandberger A.: «Thematisches Verzeichnis der Kammerduette und Scherzi des Agostino Steffani», in: DTB, Jg. 6, Bd. 2.
[29] Timms, Colin: The Italian Cantata in the Seventeenth Century, New York & London 1985.
[30] Riemann, Hugo: «Agostino Steffani: Ausgewählte Werke, 2. Teil», in: DTB, Jg. 11, Bd. 2, Leipzig 1911.
[31] Riemann, Hugo: «Agostino Steffani: Ausgewählte Werke, 3. Teil», in: DTB, Jg. 12, Bd. 2, Leipzig 1912.
[32] siehe dazu den Revisionsbericht zu DTB, Jg. 11, Bd. 2 auf Seite XVII.
[33] Hier konnten nur die Opern in Betracht gezogen werden, die in «Steffani, Agostino: Ausgewählte Partien aus seinen Opern», (DTB, Jg. 12, Bd. 2) veröffentlicht sind bzw. erwähnt werden in: Haynes, Bruce: Music for Oboe, 1650-1800: A Bibliography, Berkeley (California) 1992.
[34] Otto, Craig A.: Seventeenth-century music from Kromeriz, Czechoslovakia : a catalog of the Liechtenstein Music Coll­ection on microfilm at Syracuse University, Syracuse N. Y. 1977.
[35] Diese Werke lassen sich in DTÖ Jg. 28/2, Bd. 56 und im Katalog von Craig Otto (siehe vorherige Fussnote) nach­schlagen.
[36] Spielmann, Markus: « ‹Violino Pifferato› und ‹Viola di Fagotto› », in: Die Viola. Jahrbuch der Internationalen Viola-Gesellschaft 7 (1994), S. 50-57.
[37] Speer, Daniel: Grundrichtiger, Kurtz-, Leicht- und Nothiger Unterricht der Musicalischen Kunst. Oder Vierfaches Musicalisches Kleeblatt, Ulm, 1697.
[38] Young, Philip T.: Die Holzblasinstrumente im Oberösterreichischen Landesmuseum, Linz 1997.

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